Google Ads AI Max wird Pflicht: Was der Zwangs-Umstieg bedeutet
Seit 1. September migriert Google Search-Kampagnen automatisch. Erste Tests zeigen mehr als doppelte Kosten pro Akquisition. Checkliste für Entscheider.
Kurzfassung: Agentic AI springt 2026 als Neueinsteiger auf Platz 2 der Marketing-Trends. Nur 23 Prozent zählen das Thema zu ihren drei wichtigsten strategischen Aufgaben, 91 Prozent sehen aktuell unter 10 Prozent Entscheidungseinfluss. B2B-Budgets wachsen nur 2,1 Prozent, externe Preise um 12 Prozent. Empfehlung: einen Workflow testen, vier Wochen messen, dann entscheiden.
Agentic AI sind KI-Systeme, die Marketingaufgaben eigenständig planen und mehrstufig ausführen, statt nur Texte oder Bilder zu erzeugen. 2026 steigt das Thema direkt auf Platz 2 der wichtigsten Marketing-Trends (marketing-BÖRSE/BVDW, 08.09.2026). Nur 23 Prozent der Unternehmen zählen Agentic AI aber schon zu ihren drei wichtigsten strategischen Aufgaben (OWM/Accenture Song, 17.03.2026).
Ein Prompt erzeugt eine Ausgabe. Ein Agent erzeugt eine Kette von Aktionen. Zielgruppe prüfen, Budget verteilen, Anzeige ausspielen, Ergebnis auswerten, alles ohne neuen Prompt zwischen den Schritten. Der Mensch definiert das Ziel. Der Agent wählt den Weg und die Werkzeuge dafür selbst aus.
Diese Definition ist wichtig für die Einordnung der folgenden Zahlen. Wo "KI im Marketing" nur Text- und Bildgenerierung meint, geht es bei Agentic AI um Prozesssteuerung.
Die marketing-BÖRSE hat zusammen mit BVDW und DMEXCO 1.310 Marketer befragt, im August 2026. Ergebnis am 8. September 2026 veröffentlicht: Agentic AI ist Neueinsteiger im Ranking und springt direkt auf Platz 2. 49,5 Prozent halten das Thema aktuell für relevant. 61,3 Prozent erwarten künftig wachsende Bedeutung. "KI im Marketing" bleibt mit 81,5 Prozent Relevanz die Nummer eins. (marketing-BÖRSE/BVDW, 08.09.2026)
Torsten Schwarz, Geschäftsführer marketing-BÖRSE, beschreibt die Verschiebung so: „Es geht nicht mehr nur darum, mit KI Texte oder Bilder zu erstellen.“ (marketing-BÖRSE/BVDW, 08.09.2026)
Eine zweite Studie zeigt das Ausmaß der Lücke. OWM und Accenture Song befragten Mitgliedsunternehmen für die Studie „Agentic AI in Marketing – Moving Fast, Staying in Control“, veröffentlicht am 17. März 2026.
Mehr als 70 Prozent der OWM-Mitglieder nutzen generative KI bereits im Alltag. 68 Prozent setzen sie für Content-Erstellung in eigenen Kanälen ein. Bei Agentic AI sieht das Bild anders aus: Nur 23 Prozent zählen das Thema zu ihren drei wichtigsten strategischen Aufgaben. 91 Prozent sagen, Agentic AI beeinflusst aktuell weniger als 10 Prozent ihrer Marketingentscheidungen. 60 Prozent erwarten aber, dass dieser Einfluss bis 2027 auf bis zu 30 Prozent steigt. (OWM/Accenture Song, 17.03.2026)
Quellen: marketing-BÖRSE/BVDW, 08.09.2026; OWM/Accenture Song, 17.03.2026.
Rang 2 im Trend-Ranking und 91 Prozent ohne spürbaren Entscheidungseinfluss widersprechen sich nicht. Aufmerksamkeit kommt vor Wirkung. Das ist bei jeder neuen Marketing-Technologie so.
Der Bundesverband Industrie Kommunikation (bvik) hat am 9. September 2026 seine B2B-Marketing-Budgets-Studie 2026 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen, warum Automatisierung gerade jetzt Priorität bekommt.
Marketingbudgets wachsen 2026 nominal nur um 2,1 Prozent, auf durchschnittlich 3,57 Millionen Euro. Die Preise externer Dienstleister steigen im selben Zeitraum um rund 12 Prozent. Unter dem Strich sinkt das reale Budget für externe Leistungen. (bvik, 09.09.2026)
Die Reaktion der Unternehmen: 85 Prozent setzen gezielt auf generative KI. 72 Prozent investieren in KI-Agenten und Workflow-Automatisierung. Die eigene Content-Produktion im Haus stieg von 7,5 Prozent auf 11,4 Prozent des Budgets. (bvik, 09.09.2026)
Quelle: bvik, B2B-Marketing-Budgets-Studie 2026, 09.09.2026.
Die Rechnung dahinter ist einfach. Steigen externe Kosten schneller als das Budget, bleibt nur Automatisierung oder Insourcing als Gegenhebel. Beide Wege zeigen sich in den Zahlen gleichzeitig.
Eigene Einschätzung: Die drei Studien zusammen ergeben ein klares Bild, keinen Widerspruch. Agentic AI ist 2026 ein Thema für die Watchlist, nicht für den sofortigen Rollout. Der Sprung auf Platz 2 im Trend-Ranking beschreibt Interesse. Die 23 Prozent Top-3-Priorität und der geringe Entscheidungseinfluss beschreiben den aktuellen Stand der Umsetzung. Beides ist gleichzeitig wahr. Für Mittelstand und Bildungsanbieter heißt das: Wer jetzt startet, testet einen einzelnen Workflow. Wer wartet, riskiert 2027 eine größere Lücke zu Wettbewerbern, die schon Erfahrung gesammelt haben. Eine pauschale Kaufempfehlung für ein bestimmtes Agenten-Tool gibt die Datenlage nicht her.
Ein Praxisbeispiel für automatisierte Marketingprozesse ohne menschliche Kontrolle läuft bereits: Seit 1. September 2026 migriert Google Search-Kampagnen automatisch zu einer KI-gesteuerten Struktur, mit gemischten Ergebnissen in ersten Tests (siehe Google Ads AI Max wird Pflicht). Genau dieses Risiko, Automatisierung ohne Prüfintervall laufen zu lassen, gilt auch für Agentic-AI-Workflows im Marketing.
Vier Schritte, in dieser Reihenfolge:
Budgetseitig gilt: Automatisierung ersetzt keine Strategie. Sie verschiebt Kapazität von Routineaufgaben zu Steuerung und Qualitätskontrolle. Diese Kapazität braucht eine geplante neue Aufgabe, sonst verpufft der Effekt.
Agentic AI sind KI-Systeme, die ein Ziel eigenständig in Teilschritte zerlegen, passende Werkzeuge auswählen und mehrstufige Aufgaben ohne neuen Prompt abarbeiten. Der Mensch definiert das Ziel, der Agent den Weg dorthin.
Agentic AI steigt 2026 als Neueinsteiger direkt auf Platz 2 der Marketing-Trends, mit 49,5 Prozent aktueller Relevanz (marketing-BÖRSE/BVDW, 08.09.2026). Nur 23 Prozent zählen das Thema aber zu ihren drei wichtigsten strategischen Aufgaben (OWM/Accenture Song, 17.03.2026).
Generative KI erzeugt auf einen Prompt eine Ausgabe: Text, Bild, Video. Agentic AI führt mehrere Aufgaben hintereinander aus, etwa Zielgruppe prüfen, Budget verteilen, Anzeige ausspielen und Ergebnis auswerten, ohne bei jedem Schritt neuen Input zu brauchen.
B2B-Marketingbudgets wachsen 2026 nominal nur um 2,1 Prozent, externe Dienstleisterpreise aber um rund 12 Prozent. 72 Prozent der Unternehmen investieren deshalb in KI-Agenten und Workflow-Automatisierung (bvik, 09.09.2026).
Mit einem einzelnen, klar abgegrenzten Workflow beginnen, etwa Reporting oder Kampagnen-Monitoring. Ergebnis vier Wochen lang gegen den bisherigen manuellen Prozess prüfen. Erst danach den nächsten Workflow automatisieren.
Agentic AI steht 2026 zwischen Ranking-Erfolg und Praxis-Lücke. Handlungsempfehlung: Einen Workflow testen, vier Wochen messen, dann entscheiden. Kein Investment in mehrere Agenten-Tools ohne Testphase. Bei stagnierenden Budgets zuerst dort automatisieren, wo externe Kosten am stärksten steigen.
Next Step: Wir prüfen, welcher Agentic-AI-Workflow für Ihr Marketingteam den größten Hebel bringt. Kostenloses Erstgespräch anfragen.
Redaktionshinweis: Der Beitrag wurde KI-gestützt recherchiert, redaktionell überarbeitet und geprüft und verantwortet von Dirk Delbrouck, valuedialog.
Weiterlesen
Seit 1. September migriert Google Search-Kampagnen automatisch. Erste Tests zeigen mehr als doppelte Kosten pro Akquisition. Checkliste für Entscheider.
BDU: 1.300 Euro pro Beratungstag, Freelancer 104 Euro pro Stunde. Das Rechenbeispiel: CMO as a Service gegen Festanstellung.
AI Overviews bei rund 20 Prozent der Keywords, Klickrate auf Position 1 fällt von 27 auf 11 Prozent. Sechs GEO-Maßnahmen mit Priorität.