llms.txt: 97 Prozent der Dateien liest niemand
Ahrefs prüfte 137.210 Domains. Nur 1,1 Prozent der Abrufe kommen von KI-Antwort-Bots. Wohin das Budget stattdessen gehört.
Kurzfassung: Ahrefs testete FAQ-Schema an 1.885 Seiten gegen 4.000 Kontrollseiten. Ergebnis: Google AI Overviews minus 4,6 Prozent. Google AI Mode plus 2,4 Prozent. ChatGPT plus 2,2 Prozent. Nur der erste Wert ist statistisch signifikant – und zeigt keinen Vorteil. Die oft zitierte Zahl von 44 Prozent stammt aus keiner auffindbaren Studie. Was wirklich zählt: die Position in der organischen Suche.
FAQ-Schema steht auf fast jeder GEO-Checkliste. Ein Versprechen taucht dabei ständig auf: mehr KI-Zitate durch strukturierte Daten. Die Datenlage 2026 zeichnet ein anderes Bild.
Dieser Text ordnet die verfügbaren Studien. Er zeigt, woher eine vielzitierte Zahl stammt. Und er nennt, was stattdessen wirkt.
Ein Satz kursiert auf Konferenzfolien und in LinkedIn-Posts. Seiten mit FAQ-Schema und strukturierten Daten erhalten angeblich 44 Prozent mehr KI-Zitate. Zugeschrieben wird die Zahl der Analysefirma BrightEdge.
Der SEO-Analyst Daniel Cheung suchte die Original-Studie im Juli 2026. Er fand sie nicht. BrightEdge veröffentlichte tatsächlich einen 44-Prozent-Wert. Der hat mit Schema nichts zu tun. Er besagt: Googles AI Overviews kritisieren Marken 44 Prozent häufiger als ChatGPT. Irgendwo wurde die Zahl von einer Aussage auf eine andere übertragen.
Cheung prüfte danach systematisch jede verfügbare Studie zum Thema. Zehn Quellen messen den Zusammenhang zwischen Schema und KI-Zitaten direkt. Sein Befund: Jede Studie mit positivem Ergebnis verzichtete auf Kontrollgruppen. Jede kontrollierte Studie fand keinen Effekt – oder einen leicht negativen.
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist die Optimierung für KI-Antwortsysteme. Beispiele: ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews.
JSON-LD ist ein Datenformat für strukturierte Daten. Es steckt in einem Skript-Block im Quellcode. Besucher sehen es nicht.
FAQPage-Schema markiert Frage-Antwort-Inhalte für Suchmaschinen. Google nutzte es bis Mai 2026 für Rich-Ergebnisse in den Suchergebnissen.
Korrelation versus Kausalität: Seiten mit Schema werden häufiger zitiert als Seiten ohne. Das beweist nicht, dass Schema die Ursache ist. Seiten mit Schema investieren oft auch in Links, Autorität und Inhaltsqualität.
Ahrefs ging der Frage im Mai 2026 direkt nach. Das Team verglich 1.885 Seiten, die neu JSON-LD-Schema einbauten. Kontrollgruppe: 4.000 Seiten ohne Schema-Änderung, mit ähnlichem Ausgangswert an Zitaten.
Gemessen wurde die Zahl der KI-Zitate. Zeitraum: 30 Tage vor und 30 Tage nach dem Einbau. Vier unterschiedliche Testverfahren prüften das Ergebnis gegen. Alle vier zeigten dasselbe Bild.
Quelle: Ahrefs (Linehan/Guan), „We Tracked 1,885 Pages Adding Schema“, 11. Mai 2026. Differenz-in-Differenzen-Test gegenüber 4.000 Kontrollseiten, gemessen 30 Tage vor und nach Schema-Einbau.
| Plattform | Veränderung | Statistisch signifikant |
|---|---|---|
| Google AI Overviews | −4,6 % | Ja, aber klein |
| Google AI Mode | +2,4 % | Nein |
| ChatGPT | +2,2 % | Nein |
Google AI Overviews verloren nach Schema-Einbau 4,6 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe. Der Rückgang ist statistisch signifikant, aber klein. Im Schnitt verlor eine Seite 12 Zitate pro Tag. Viele Seiten hatten davor hunderte Zitate. Google AI Mode und ChatGPT zeigten keinen messbaren Unterschied.
Eine Einschränkung bleibt wichtig. Alle getesteten Seiten wurden vor dem Test bereits stark zitiert. Mindestens 100 AI-Overview-Zitate im Februar 2025. Für neue, noch unsichtbare Seiten könnte Schema anders wirken. Dazu liefert die Studie keine Daten.
Ein zweiter Test erklärt, warum Schema kaum wirkt. Das SEO-Unternehmen searchVIU baute im Dezember 2025 eine Testseite. Preise steckten dort in acht verschiedenen Quellen: sichtbarer Text, JSON-LD, Microdata, RDFa.
Fünf KI-Systeme riefen die Seite live ab. Getestet wurden ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und Google AI Mode. Ergebnis: Kein System las einen Preis aus reinem JSON-LD aus. Versteckte Microdata und versteckte RDFa blieben ebenso ungenutzt.
Sichtbarer Text funktionierte dagegen bei mehreren Systemen. ChatGPT fand 3 von 8 Preisen, alle aus sichtbarem HTML. Gemini fand 4 von 8, als einziges System auch aus JavaScript-Inhalten. Claude fand keinen einzigen Preis, selbst sichtbare nicht.
Wenn nicht Schema, was dann? Zwei unabhängige Studien geben dieselbe Antwort: Rang in der organischen Suche.
Der Forscher Kurt Fischman analysierte 730 KI-Zitate über mehrere Plattformen hinweg. Sein Befund: Position 1 in Google brachte eine Zitatrate von 43 Prozent. Position 7 brachte nur noch 5 Prozent.
Die Analysefirma AirOps kam mit ChatGPTs eigener Trefferreihenfolge zum gleichen Muster. Platz 1 lag bei 58 Prozent Zitatrate, Platz 10 bei 14 Prozent.
| Studie | Position 1 | Niedrigste gemessene Position |
|---|---|---|
| Fischman 2026, Google-Rang, mehrere Plattformen | 43 % | 5 % (Position 7) |
| AirOps/Indig, ChatGPTs eigene Reihenfolge | 58 % | 14 % (Position 10) |
Beide Studien zeigen dieselbe Kurve. Methode und Plattform unterschieden sich dabei. KI-Zitate folgen weitgehend dem klassischen Ranking. Wer nicht vorn steht, wird seltener zitiert – mit oder ohne Schema.
Google reduziert den Wert von FAQ-Schema zusätzlich. Seit dem 7. Mai 2026 zeigt Google keine FAQ-Rich-Ergebnisse mehr in der Suche. Der Bericht in der Search Console verschwindet im Juni 2026. Die API-Unterstützung endet im August 2026.
Googles eigene Dokumentation zu KI-Features bleibt eindeutig. Google sagt es selbst: Kein spezielles Schema.org-Markup ist für KI-Features nötig. Keine Zusatzanforderungen, keine Geheimtaktik.
Für unsere Leser aus dem Praxis-Leitfaden zu GEO-Taktiken ändert das die Prioritätenliste. Struktur bleibt wichtig. Schema als Zitier-Hebel nicht.
Erstens: FAQ-Schema nicht als KI-Zitier-Hebel verkaufen lassen. Die Datenlage trägt dieses Versprechen nicht.
Zweitens: Budget zuerst in Ranking-Grundlagen stecken. Position 1 bringt mehr als jedes Markup.
Drittens: Sichtbaren Text vor strukturierten Daten priorisieren. KI-Systeme lesen beim direkten Abruf, was auf der Seite steht.
Viertens: Schema trotzdem pflegen, aber mit realistischem Ziel. Es hilft bei Sprachassistenten und Googles Wissensgraph, nicht direkt bei KI-Zitaten.
Fünftens: Jede GEO-Zahl an der Primärquelle prüfen. Der 44-Prozent-Fall zeigt, wie schnell Behauptungen wandern und wie selten jemand nachschaut.
Auch valuedialog-Artikel tragen FAQPage-Schema, wie im Beitrag zu GEO-Schlangenöl beschrieben. Der Grund liegt nicht im Zitier-Versprechen. Er liegt in einem sauberen Datenmodell für Google und Sprachassistenten.
Diese Unterscheidung lohnt sich für jedes Marketing-Team. Schema ist Infrastruktur, kein Wachstumshebel. Das Vorgehen folgt unserer Methode: erst messen, dann priorisieren, dann umsetzen. Hintergrund zur Person: Dirk Delbrouck.
Belastbar belegt ist das nicht. Eine Ahrefs-Studie mit 1.885 Seiten und 4.000 Kontrollseiten fand keinen positiven Effekt. Google AI Overviews zeigten sogar 4,6 Prozent weniger Zitate nach Schema-Einbau. Bei Google AI Mode und ChatGPT blieb der Unterschied statistisch bedeutungslos. Was stattdessen zählt: die Position in der Suche. Und sichtbarer Text auf der Seite.
Die Zahl kursiert als Beleg für 44 Prozent mehr KI-Zitate. Zugeschrieben wird sie BrightEdge. Eine Studie dazu existiert nicht auffindbar. BrightEdge veröffentlichte tatsächlich einen 44-Prozent-Wert. Das Thema war ein anderes. Google AI Overviews kritisieren Marken 44 Prozent häufiger als ChatGPT. Die Zahl wurde von einer Aussage auf eine andere übertragen.
Nein, laut einem Live-Test von searchVIU nicht. Fünf KI-Systeme riefen eine Testseite mit Preisen in acht Quellen ab. Kein System extrahierte einen Preis aus reinem JSON-LD oder versteckter Microdata. Sichtbarer Text funktionierte dagegen bei mehreren Systemen. ChatGPT fand 3 von 8 Preisen. Gemini fand 4 von 8. Claude fand keinen einzigen.
Für Rich-Ergebnisse in der Google-Suche nicht mehr. Google stellte diese zum 7. Mai 2026 ein. Für die technische SEO-Grundlage bleibt Schema sinnvoll: sauberes Datenmodell, Sprachassistenten, Googles Wissensgraph. Nur als direkter Hebel für mehr KI-Zitate trägt das Argument nicht. Die verfügbaren Daten stützen dieses Versprechen nicht.
Vor allem die Position in der organischen Suche. Eine Studie maß 43 Prozent Zitatrate auf Position 1. Auf Position 7 nur noch 5 Prozent. Eine zweite Studie maß ChatGPTs eigene Trefferreihenfolge. Das Muster war gleich. Platz 1: 58 Prozent. Platz 10: 14 Prozent. Sichtbare Fakten im Text wirken zusätzlich, die Verpackung im Markup kaum.
Nein, aber die Erwartung muss sich ändern. Schema hilft weiter bei Sprachassistenten, beim Wissensgraph und als sauberer Code-Standard. Als Abkürzung zu mehr KI-Zitaten funktioniert es nach aktueller Datenlage nicht. Setzen Sie das Budget zuerst auf Ranking und sichtbaren Text. Schema kommt danach.
Next Step: GEO-Budget-Check ohne Mythen. Wir prüfen, wo Ihr Schema-Aufwand tatsächlich wirkt und wo nicht. Sie erhalten eine priorisierte Liste statt einer Checkbox-Übung. Kostenloses Erstgespräch anfragen.
Redaktionshinweis: Der Beitrag wurde KI-gestützt recherchiert, redaktionell überarbeitet und geprüft und verantwortet von Dirk Delbrouck, valuedialog.
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